Stichprobenprüfung

Die Stichprobenprüfung ist eine gesetzlich vorgeschriebene Zufälligkeitsprüfung. Die Auswahl der Vertragsärzte erfolgt quartalsweise nach dem Zufallsprinzip. Dabei werden zwei Prozent aller bayerischen Vertragsärzte aus den nicht ausgeschlossenen Prüfgruppen (Anlage 3 der Prüfungsvereinbarung, Stand 31.10.2014) gezogen. Geprüft wird sowohl die ärztliche Behandlungsweise als auch Verordnungsweise. Dabei erstreckt sich die Prüfung auf mindestens drei dem Auswahlquartal direkt vorangehende Quartale.

 

Mögliche Prüfgegenstände sind:

  • Prüfung der in Gebührenordnungsnummern des EBM abgebildeten sowie der zusätzlich vereinbarten vertragsärztlichen Leistungen
  • Prüfung von veranlassten Leistungen, insbesondere von aufwändigen Leistungen mit medizinisch-technischen Großgeräten
  • Prüfung von Leistungen als Überweisungsempfänger
  • Prüfung ärztlicher Verordungen von Arznei-, Heil- und Hilfsmitteln
  • Prüfung der Feststellung von Arbeitsunfähigkeit und Krankenhauseinweisungen

 

Zur Durchführung der Prüfung kommen folgende Prüfmethoden in Frage:

  • Einzelfallprüfung und repräsentative Einzelfallprüfung nach Maßgabe vorher festgelegter Prüfungsgegenstände
  • Statistische Durchschnittsprüfung bei Vorliegen von prüfgruppenbezogenen Datenauswertungen und einer ausreichend großen Anzahl an Vertragsärzten
  • Vertikalvergleich, soweit der Prüfgegenstand es zulässt